Geschichte 

     


Die Geschichte unserer schönen Ortschaft beginnt nachweisbar im Jahre 1449. Zu diesem Zeitpunkt belehnte der Kurfürst Friedrich II. von Sachsen und Landgraf Thüringen die beiden Brüder Heinrich der Ältere (IX.) und Heinrich den Jüngeren (X.) Reuß zu Greiz mit der Herrschaft Greiz in den beiden Teilen Vorderschloss (rechts der Elster und nördlich der Stadt) und Hinterschloss (links der Elster und südlich der Stadt). In der am 14. Mai 1449 in Altenburg unterzeichneten Urkunde werden alle Ortschaften des Gebietes aufgezählt und dabei die Mühlen "Lehna, Knottenmül und Newmöle" erstmals urkundlich erwähnt. Einige Ansiedlungen erfolgten allerdings schon früher, sind aber urkundlich nicht nachweisbar. Die Knottenmühle ist wohl die bekannteste. Um 1200 wurde sie als erste Mühle erbaut. Um 1350 wurde eine zweite Mühle, die "Neue Mühle" durch die Besitzer  der Knottenmühle errichtet. Um 1400 kam die Lehnamühle, 1549 der Neuhammer, 1565 die Krebsmühle und um 1600 die Bretmühle hinzu. Mit der sogenannten Ostkolonisation ab 1150 entstanden auf den Höhenzügen links und rechts der Elster zahlreiche Bauerndörfer. Um ihr Getreide zu mahlen, bedurfte es dem Bau der Mühlen. Die Ansiedlungen im Flusstal entstanden erst viel später. Vorrangig waren es Waldarbeiter und Fischer, die hier ihr Auskommen suchten. Erste Wohnhäuser entstanden um 1830 im Knottengrund am Bach, als "Knottenhäuser", die zum Waltersdorfer Rittergut gehörten. Später entstanden in Neumühle viele Gebäude rund um den Bahnhof. Diese gehörten aber zu den Territorien der angrenzenden Gemeinden. Durch die Flüsse und Bäche, als natürliche Grenzen, gab es keine geschlossene Ortslage. Um 1850 bis 1900 vergrößerten sich die Ortsteile. 1881 gründete sich der Verschönerungsverein Neumühle. Durch ihn wurde Wanderwege ausgebaut, Aussichtspunkte errichtet, die Gastronomie ausgebaut. Der Tourismus boomte. Neumühle war für die angrenzenden Städte DAS Ausflugsziel schlechthin, erhielt unser Ort doch die Ernennung zum Luftkurort. Erste Bestrebungen entwickelten sich, eine selbständige Gemeinde zu gründen. Doch es sollte einige Jahre dauern, denn erst um 1950 bildete sich ein Ortsauschuss und stellte beim Rat des Kreises Greiz den Antrag zur Gemeindegründung. Mit einer Festveranstaltung begrüßte man die Entscheidung aus Berlin, dass mit Wirkung vom 1.1.1960 Neumühle eine selbstständige Gemeinde war. Erster Bürgermeister wurde Walter Giegling aus Walterdorf. 60 Jahre wurde unsere Neumühle durch viele aktive und heimatverbundene Einwohner mit einem Dorfklub, zahlreichen Dorffesten, Bergrennen und weiteren Veranstaltungen bereichert, aktiv begleitet durch unsere Bürgermeisterin Pedra Hofmeister (seit 1990 im Amt). Nach exakt 60 Jahren als eigenständige Gemeinde wurde Neumühle/Elster am 31. Dezember 2019 im Rahmen der Gebietsreform in Thüringen in die Stadt Greiz eingegliedert.

Wer sich intensiv mit der Geschichte von Neumühle auseinander setzen möchte, dem stehen zahlreiche Dokumente zur Verfügung. Diesen Schatz an zahlreichen Veröffentlichungen verdanken wir im Besonderen unseren langjährigen Ortschronisten Edgar Schwarz. Im Jahr 2013 hat er dieses Amt an seinen Gleichgesinnten Dieter Fleischmann weitergegeben.

Dokumente zum Download 

Chronik von Neumühle

Meilensteine

Knottenmühle

Postkartensammlung

   
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